Daheim in der Fremde

Die hier gezeigten Bilder sind Teil eines mehrjährigen Projektes mit dem Titel „Daheim in der Fremde“. Das Projekt porträtiert in Deutschland lebende Menschen mit Migrationsgeschichten und solche, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Doch nicht die Flucht- und Migrationsgeschichten stehen im Fokus, sondern das Leben nach der Ankunft in der (neuen) Heimat. Wie beginnt man neu, wenn man alles zurücklassen musste? Wie fühlt es sich an, hier geboren zu sein, und das Land der Eltern nur aus Urlaubsreisen zu kennen?

Menschen mit den unterschiedlichsten Wurzeln arbeiten oder studieren hier, engagieren sich ehrenamtlich und tragen ihren Anteil zur Gesellschaft bei.

Trotzdem werden diese Menschen von einigen nur als „fremd“ wahrgenommen, anstatt zu erkennen, was uns verbindet und wie sehr wir uns in unseren Hobbies, Wünschen und Auffassungen ähneln. Zwischen Islamisten, Sarrazin und AfD scheint es kaum medialen Raum für jene zu geben, die bereits im Bürgertum angekommen sind.

Menschen schaffen sich an vielen Stellen ihre eigene kleine Heimat und bereichern ihre jeweiligen Lebensräume mit neuen kulturellen Einflüssen. Die einen mag es stören, die Fotografin empfindet diese Vielfalt als inspirierend. Ihre Arbeit will dazu beitragen, diese Menschen sichtbar zu machen.